Orte werden auf unterschiedliche Weise magisch – dies kann aufgrund einer mystischen Sage geschehen, die sich um diesen Ort rankt oder die uralten geschichtlichen Ereignisse an einem Platz, die uns noch den Zauber der Vergangenheit spüren lassen, indem uns ein kleiner Schauer überkommt.
Ein Ort kann durch symbolträchtige und bedeutungsvolle magische Pflanzen und Bäume geprägt sein. Auch saisonale kleine Wunder lassen Orte speziell für einen kurzen Zeitraum im Jahr magisch erstrahlen.
Und letztendlich die einzigartige Schönheit oder Lage diesen Ortes, kann dafür ausschlaggebend sein.
Manchmal kommen natürlich auch mehrere Faktoren zusammen.
Am schönsten ist es jedoch durch einzigartige persönliche Momente eigene magische Orte für sich zu entdecken,
Kraft zu tanken und für die Ewigkeit zu bewahren.
Legende - Zeichenerklärung
Diesen Symbole sollen es euch ein einfacher machen, was diesen Ort so einzigartig macht. Was sind die Besonderheiten? Welche Elemente, Naturwunder etc. sind dominierend oder sind dort einfach gut zu beobachten. Die Reihenfolge ist jeweils nach Wichtigkeit gewählt.
💧Wasser - An diesem Ort herrscht das Element Wasser. Bäche oder Quellen durchziehen ihn, er befindet sich an einem Fluss oder Teich/See
🪨 Gestein - Dieser Ort wird durch seine geologischen Besonderheiten dominiert, durch eindrucksvolle Gesteinsformationen oder Steinbrüche
⛰️ Hügel/Berge - Der besondere Charme diesen Ortes wird von der Lage an oder auf einem Hügel verstärkt
🌳 Bäume - Eindrucksvolle Bäume oder gar Naturdenkmale zieren diesen Ort
🌳🌲 Wald - In unserer Gegend sind wir mit vielen Waldtypen und jeder mit seiner eigenen Atmosphäre gesegnet
🌼 Wildpflanzen - Eine besondere Vielfalt an Wildblumen & Heilkräutern ist hier zu finden
🦇🦋🐝 Tiere & Insekten - dieser Ort ist sehr beliebt bei diesen Lebewesen und daher besonders schützenswert
🌿 Miniaturwelt - aus Moosen, Flechten & Farnen lässt sich hier gut bestaunen
🏰 Mittelalter - An diesem Ort kann man sich gut in Zeiten des Mittelalters hineinversetzen
Das Marburger Land weist eine hohe Menge an mystischen Sagen auf, die einen oft unerwartet hinter der nächsten Lichtung überraschen.
Die Wichtelhäuser bei Brungershausen
Eine davon rankt sich um die eindrucksvolle Felsformation im Lahntal nahe Brungershausen. Hier in den Felsen am Wollenberg sollen einst Wichtelmänner gewohnt haben.
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Der Riese vom Weißenstein
Der Sage nach soll hier einst ein Riese sein Unwesen getrieben und den Wehrdaern unruhige Zeiten beschert haben. Bis sie es wagten, ihn zu überwältigen und zu töten. Doch nicht bevor er noch das vergoldete Burgtor den Berg hinab in die Lahn werfen konnte.
Im Frühling erwacht die Natur zum Leben und sieht von einem auf den anderen Tag wie verwandelt aus. Im Sommer explodieren ganze Meere voller Blüten.
Dann heißt es so viel wie möglich von diesem Schauspiel in sich aufzusaugen, denn viele Pflanzen wie zum Beispiel die Buschwindröschen und der Fingerhut haben nur einen kurzen Auftritt von einigen Tagen oder Wochen.
Es gibt einige versteckte Orte, die durch eine saisonal dominierende Pflanzenart magisch erstrahlen.
Der Herbst schafft mit seinem Farbenspiel seinen ganz eigenen Zauber und von den Wundern des Winterwaldes ganz abgesehen.
Zauberhafte Hügel der Calderner Burgruine und der Ruinen Hohenfels
Eine Entdeckungsreise zu längst vergangenen Zeiten bietet die Suche nach Ruinenresten auf versteckten Hügeln in unseren Wäldern, wo einst Burgherren und Ritter ihren alltäglichen Geschäften nachgingen..
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Spuren Keltischen Lebens
Das Volk der Kelten war bekannt für seine Naturverbundenheit, Kräuterwissen und damit verbundenen Rituale. Umso spannender ist, dass Funde nachgewiesen werden konnten, die von einer Besiedelung des Marburger Landes zeugen. Ein besonders mystischer Ort ist der mitten im Wald bei Cölbe-Reddehausen gelegene Keltische Ringwall samt Keltenquelle.
(Der Eibenhardtpfad ist momentan leider gesperrt). Sowie zahlreiche Hügelgräber, teils auch aus noch älterer Zeit, die sich entlang der Weinstraße, auf den Lahnbergen und am Rande des Amöneburger Beckens befinden.
Ein Ort kann durch magische Moose, Flechten, Bäume oder andere Pflanzenarten geprägt sein. Die seit Urzeiten existierenden Moose beobachten uns aus ihrer Miniaturwelt heraus bei unseren Waldspaziergängen; Kiefernhaine verzaubern uns duftend und wogend mit ihrem Charme; mächtige alte Eichen, die für Ewigkeit, Kraft & Stärke stehen, dominieren einen Ort oder bestimmte Anordnungen oder Formen von Bäumen bilden ein magisches Gesamtbild, wie das "Lärchen-Fünfeck" unterhalb der Kirchspitze.
Diese magischen Orte stehen uns komplett jahreszeitenunabhängig immer zur Verfügung.
Manchmal ist es nicht nur ein Ort, der magisch ist, sondern ganz in dem Sinne von "der Weg ist das Ziel", findet man links und rechts am Wegesrand ein Highlight nach dem anderen, dass daraus ein ganzer "Magischer Pfad" wird.
Der erste, um den es im Folgenden geht, ist ein abwechslungsreicher Rundweg an den Westhängen der Lahnberge.
Ich nenne ihn im folgenden:
"Viola's Ruh & Bärlapphänge"
"Bisweilen gehe ich spazieren. O eine prächtige Gegend. Mit jedem Schritt romantischer und schöner."
Jacob Grimm, Marburg 1802
Die Gebrüder Grimm verbrachten während ihres Studiums einige Jahre in Marburg. Hier sammelten sie eine Vielzahl ihrer Geschichten und Anregungen für ihre Werke. Auch der Marburger Maler Otto Ubbelohde, der die Werke der Brüder später eindrucksvoll illustrierte, ließ sich von den zauberhaften Orten im Marburger Land inspirieren.
Marburg, das Lahntal und Rauschenberg befinden sich außerdem auf der "Deutschen Märchenstraße".
In Marburg und Umgebung werden wir das ganze Jahr über von magischen Orten verzaubert.
Manche sind in jeder Jahreszeit eine Augenweide. Andere haben in bestimmten Monaten ihren großen Auftritt. In diesem Kalender findet ihr verschiedene magische Orte direkt vor unserer Haustür, die in dem jeweiligen Monat besonders schön zur Geltung kommen.
"Es gibt Momente, die auch bei Wiederholung
nichts von ihrem Zauber verlieren."