Man muss nicht unbedingt erst das Schild lesen, das oft auf solche Orte hinweist. Manchmal spürt man ganz von allein,
dass hier etwas anderes – etwas Magisches in der Luft liegt.
Umso passender erscheint es dann, wenn es tatsächlich eine offizielle überlieferte Legende oder Sage über diesen verwunschenen Ort gibt. Die sich über 1000ende von Jahren vermutlich auch immer wieder verändert hat, sodass man nicht mehr wirklich weiß, wie eigentlich ihr Ursprung lautete.
Am Wollenberg bei Brungershausen im Lahntal in der Nähe von Marburg befinden sich die Wichtelhäuser Steine.
Vor ewigen Zeiten soll hier das Zuhause von Wichtelmännern gewesen sein.
Der Legende nach hatten sie sich nach einigen Jahren friedlichen Handelns mit Gold und Edelsteinen, mit den Dorfbewohnern zerstritten. Sie stapelten, die heute zu sehenden Quarzit-Felsen übereinander und verschwanden für immer, in der heute noch existierenden Felsspalte.
Dieser geheimnisvolle Ort im Wald lässt viele Herzen höherschlagen.
Ob es euch wegen der mystischen Legende über die Wichtel dorthin zieht, aufgrund der Pflanzenvielfalt, der Geologie, des Ausblickes oder einfach um den Wald zu genießen, am Ende wird es für jeden ein kleines Abenteuer sein.
Zudem hat dieser felsige Hügel in allen Jahreszeiten etwas zu bieten, wobei natürlich jetzt gerade die Zeit der aufplatzenden Baumknospen und sich aus dem Boden und den Felsspalten emporschiebenden Pflanzen, kaum zu überbieten ist.
Eine mächtige alte Eiche steht als eine Art Eingangspforte am Beginn der Felsformation. Mit ihren teils lebendigen, teils abgestorbenen dicken Ästen zwirbelt sie sich knorrig in die Höhe und thront belaubt, oder unbelaubt majestätisch auf den Felsen. Von jeder Seite ist sie eine wahre Augenweide.
Eichen können Jahrhunderte überdauern und stehen symbolisch für Ewigkeit, Kraft und Stärke.
Rundherum finden sich Unmengen weiterer alter, knorriger, teils uralte Eichen, die aufgrund ihres Alters, ihrer Erscheinung oder ihrer Größe bereits eine ehrfürchtige Atmosphäre schaffen.
Zauberpflanzen wie Fingerhut, Tollkirsche, schwarzer Holunder, Mehlbeere, Farne und Wald-Heidelbeeren, prägen den magischen Hügel. Nascht man während des Pflückens von Heidelbeeren daran, so sagt man im Volksglauben, soll man in der Lage sein, die Eingänge der Zwergen-Häuser sehen zu können. Auch bei Farnen sagt man, dass sie den Eingang zur Elfenwelt markieren. Was an einem solch mystisch behaftetem Ort überaus passend erscheint.
Zahlreiche verschiedene Flechten, u.a. die spektakulär Leuchtflechte mit ihrer hellgelben Farbe, sowie viele andere Arten, haben sich an den mächtigen Felsen und Bäumen angesiedelt. Auch viele Moose überziehen die Baumstämme und Steine mit ihren Teppichen. Farne "bewachen" die Spalten zwischen den Felsen.
Das Zentrum der gesamten Hügelgruppe sind natürlich die mächtigen Felsformationen, die in allen möglichen Größen, Formen und Farben dort seit Millionen von Jahren existieren. Es handelt sich hierbei um den Wollenberg-Quarzit.
Das rötliche Gestein ist über die Jahre vom Wetter gezeichnet und die vielen verschiedenen Flechten haben einzigartige Kunstwerke entstehen lassen.
Pflanzen & Steine leben hier also in einer eindrucksvollen Gemeinschaft Seite an Seite.
Weitere Höhepunkte sind der atemberaubende Ausblick auf den gegenüberliegenden Rimberg samt Rimbergturm und dem Lahntal zu Füßen, sowie die Felsspalte, in der die Wichtel verschwunden sind. Diese muss allerdings erst gefunden werden, daher möchte für diejenigen, die diesen Ort noch nicht kennen, nicht allzu viel verraten.
Bilder allein reichen nicht aus, um diese Stimmung einzufangen. Macht euch am besten selbst einen Eindruck von diesem Magischen Ort.
"Die Welt ist voller magischer Dinge, die geduldig darauf warten,
dass unsere Sinne schärfer werden."
W. B. Yeats 1865-1939, Irischer Schriftsteller
...soll hier einst ein Riese sein Unwesen getrieben und den Wehrdaern unruhige Zeiten beschert haben. Bis sie es wagten, ihn zu überwältigen und zu töten. Doch nicht bevor er noch das vergoldete Burgtor den Berg hinab in die Lahn werfen konnte.
Die Burgruine "Weißenstein" wurde jedoch gleich mit zwei Sagen überliefert. Die Wehrdaer wurden einst von einem grausamen Ritter gequält, der seine Aufgaben als Lehnsherr mehr als genau nahm und den Wehrdaern jeglichen Pfennig abknöpfte.
Nach dem Brandmarken und Auspeitschen eines als "Wilddieb" beschimpften Bauern, beschlossen sie Rache zu nehmen und planten eine Falle. Bei einem bei dem Ritter beliebten Schwerttanz, überfielen sie ihn und töteten alle seine Leute und ihn selbst. Bei der Zerstörung der Burg, wurde das goldene Spinnrad vom Burgfräulein in die Lahn hinab geworfen.
Alle sieben Jahre soll es wieder aus dem Wasser kommen und golden emporsteigen.
Beide Sagen enden also mit etwas Goldenem im Wasser, was möglicherweise immer noch in der Lahn schlummert und jederzeit sichtbar werden kann...
Die schöne und stolze Tochter des reichen Burgherrn ließ ihre zahlreichen Verehrer bei Missfallen durch eine unerfüllbare Mutprobe in den Tod gehen. Durch einen Ritt den steilen Abhang hinunter verloren alle ihr Leben. Leider auch derjenige, den sie sich am Ende auserwählt hatte, denn sein Stolz hielt ihn nicht davon ab, sich damit als Ritter zu beweisen. Dies grämte sie selbst zu Tode und ließ sie keine Ruhe finden. Ihr unruhiger Geist soll noch heute den Bewohnern in den Mitternachtsstunden erscheinen.
Eingebettet in die Hinterländer Schweiz liegt verlassen und einsam die Ruine der ehemaligen Burg Blankenstein.
An diesem Punkt werden Natur und Geschichte wunderbar vereint.
Sie ist auf einem großen Plateau auf einem bewaldeten Hügel platziert. Sie gehört landschaftlich zum Naturpark Lahn-Dill-Bergland und zu ihren Füßen liegt die Kneippheilbadstadt Gladenbach.