Der Herbst schafft mit seinem Farbenspiel seinen ganz eigenen Zauber.
Unübersehbar färbt sich ein Baum nach dem anderen in sagenhafte Farben.
Jeden Tag wird es ein bisschen bunter, bis nach und nach die Blätter zu Boden flattern.
Die einen recht schnell, die anderen bleiben zu unserer Freude ein wenig länger am Baum. Vogelkirschen leuchten in einer Mischung aus korallroten und gelben Blättern und setzen tolle Akzente
zwischen den noch grünen Wiesen.
Der Ahorn hat von gelb über orange bis rot alles dabei. Die Roteichen bescheren uns tolle kräftige rot-orangene Blätterdächer.
Pappeln flattern goldgelb im Wind.
Am Ende bleiben nur die grünen Nadelbäume übrig. Bis auf die Lärche,
die uns Richtung November ihre goldgelben Nadeln entgegenrieseln lässt.
Auch die Wunder des Winterwaldes können sich sehen lassen.
Natürlich ist der Zauber der Stille eines verschneiten
Winterwaldes
oder das Funkeln mit Raureif überzogener Zweige und Blätter kaum zu überbieten.
Viele andere Schönheiten möchten aber auch noch von uns entdeckt werden.
Wunder des Winterwaldes ◆ Winterschönheiten des Waldes◆ Miniaturwelt aus Flechten und Moosen
im Quellgebiet am Wollenberg ◆ Eiswunder an der Lahn
Unübersehbar färbt sich ein Baum nach dem anderen in sagenhafte Farben.
Jeden Tag wird es ein bisschen bunter, bis nach und nach die Blätter zu Boden flattern.
Die einen recht schnell, die anderen bleiben zu unserer Freude ein wenig länger am Baum. Vogelkirschen leuchten in einer Mischung aus korallroten und
gelben Blättern und setzen tolle Akzente zwischen den noch grünen Wiesen.
Der Ahorn hat von gelb über orange bis rot alles dabei. Auch die Roteichen bescheren uns tolle kräftige rot-orangene
Blätterdächer.
Pappeln flattern goldgelb im Wind.
Erle und Esche fallen noch grün zu Boden. Die Stieleiche ist eine der letzten,
die sich langsam gelb-bräunlich-golden verfärbt. Bei der Traubeneiche, besonders bei den jüngeren Exemplaren fällt auf, dass die raschelnden kupferbraunen Blätter sogar oft bis zum
nächsten Frühjahr am Baum bleiben.
Am Ende bleiben nur die grünen Nadelbäume übrig. Bis auf die Lärche,
die uns Richtung November ihre goldgelben Nadeln entgegenrieseln lässt.
Durch die weniger werdenden Sonnenstunden wird weniger vom grünen Farbstoff Chlorophyll produziert, dafür kommen andere Farbstoffe besser zur
Geltung. Karotinoide, Xanthophylle, Anthocyane. Für eine schnelle Braunfärbung sind die Gerbstoffe verantwortlich - wie bei der Eiche. Wichtige Nährstoffe werden jetzt aus dem Blatt zurück in den
Stamm geleitet, chemische Abfallprodukte und Umweltgifte verbleiben und fallen mit dem Blatt zu Boden. Dabei wird die Verbindung vom Baum zum abgeworfenen Blatt geschlossen, um Wasserverlust
vorzubeugen. Das herabgefallene Laub wird von kleinen Waldarbeitern zu wertvollem Humus verarbeitet.
Zitterpappeln goldgelb im Wind - Haselnussstrauch mit hellgelben Blättern und bereits den Anfängen der Blütenkätzchen - Leuchtend gelbe Blätter des Spitzahorns - Märchenhaftes Farbenspiel der Lärche zwischen den immergrünen Nadelbäumen
Alte Birne nahe der alten Weinstraße zwischen Michelbach und Wehrda - Amerikanische Roteiche -
Korallrot gefärbte Kirsche - Wilder Wein wächst an einer Fichte hoch
Habt ihr euch mit etwas Glück auch so einen sonnigen lauen Herbsttag ausgesucht, teilt ihr die Felsen der Wichtelhäuser bei Brungershausen zwar nicht mit Wichtelmännern, aber mit vielen kleinen bunt durcheinander gewürfelten Marienkäfern, die auf der Suche nach einem Winterquartier in den Felsspalten, auf den sonnengewärmten Steinen tummeln.
Der Herbst schafft mit seinem Farbenspiel seinen ganz eigenen Zauber.
Wir alle genießen die letzten Strahlen der Spätsommer-Sonne und der blühenden Wunder.
Doch nach ausgiebigen Sonnenstunden, die wir diesen Sommer zur Genüge hatten, hat auch die rauere Zeit mit Wind, Nebel, kühlerer Luft und dunkleren Tagen, ihren Reiz.
Die Natur zieht sich langsam in die Winterruhe zurück, um ihre Kräfte für das nächste Jahr zu sammeln.
Der Kalender ist interaktiv, sodass ihr auf den kleinen Landkarten den genauen Standort angezeigt bekommt. Der nachfolgende Karten-Link ist der Gesamtüberblick. Mehr Informationen zu den einzelnen Pflanzen und Orten findet ihr außerdem hier im weiteren Seitenverlauf.
Unsere Pilze haben im Herbst ihren großen Auftritt. Besonders nach anhaltendem Regen sprießen sie überall aus der Erde. Manche Arten bevorzugen Laubwälder aus Buchen und Eichen, andere eher
Nadelwälder. Mit ihrer geheimnisvollen Lebensweise haftet ihnen seit jeher ein mystischer Charakter an. Ihre oberirdische Erscheinung ist seit ewigen Zeiten bekannt. Doch damals galten sie als
"Teufelszeug", weil sich keiner ihr plötzliches Erscheinen über Nacht erklären konnte. Sie galten als Werk dunkler Mächte.
Als magischen Ort durch diese saisonalen Wunder, kann man allgemein jeden herbstlichen Wald nennen, denn durch die vielseitigen, einzigartigen Wälder in unserer Region, bietet jedes Waldstück unterschiedliche Umweltbedingungen.
Gelbes Blätterdach des Japanischen Schnurbaums
Friedrichstraße - Südviertel
Spätestens im Oktober wird die Friedrichstraße im Südviertel von einem leuchten gelben Blätterdach überwölbt. Der Japanische Schnurbaum hat nicht nur wunderschöne Blüten im
August, sondern auch eine der schönsten Blätterfärbungen im Herbst.
Die gerne für Parks und Alleen angepflanzten Bäume sehen auf den ersten Blick aus wie eine Mischung aus Robinien und Eschen. Spätestens die „späte“ Blüte im
Hochsommer offenbart sie dann als Exoten.
Herbstzauber im Burgwald
Das Licht- und Farbenspiel im Herbst ist einzigartig. Die Natur verabschiedet sich jetzt mit einem Feuerwerk in den Winter und sammelt ihre Kräfte für das nächste Jahr.
Selbst die Wald-Heidelbeeren legen ein rötliches Farbkleidchen an, Farne verfärben sich in Kupfer- und Goldnuancen, bunte Laubbäume spiegeln sich in den zahlreichen Teichen und Mooren.
Oft sind Moose und Flechten mit filigranen Frostschichten überzogen. Außerdem trifft man im Burgwald auf viele verschiedene Pilz-Schönheiten.
Besonders zu empfehlen ist der Bereich rund um den Christenberg und das Naturschutzgebiet "Christenberger Talgrund".
Inmitten alter Sandstein-Steinbrüche finden wir einen einsamen kleinen Hügel, den es sich lohnt einmal hinaufzusteigen. Oben angekommen bietet uns ein saftig grüner Moosteppich auf einer mit hohen Kiefern bestückten Lichtung.
Diese "Hochebene" hebt sich durch den rundherum sonst belaubten Boden komplett vom Rest des Waldes ab und man hat ein wenig das Gefühl, in eine andere Welt gereist zu sein.
Auf dieser Aufnahme im Oktober sind die Buchen ringsum zwar noch grün, aber auch später im Jahr bleibt uns das kuschelweiche Moos erhalten.
Ihr seht also, es lohnt sich auch bei Nebel in den Wald zu gehen, denn dieser haucht dem Wald noch zusätzlich etwas Mystisches ein.
Oft gehen wir mit dem Gedanken in die Winterzeit, dass so oder so alles trist & grau ist, nichts blüht, alles schläft und man es kaum erwarten kann, bis es entweder wenigstens schneit oder wieder Frühling wird.
Doch betrachtet man es einmal so, dass die Natur gerade jetzt diese Phase benötigt, um ihre Kräfte zu sammeln und uns im nächsten Jahr wieder mit ihrer ganzen Pracht zu erfreuen. Natürlich ist der Zauber der Stille eines verschneiten Winterwaldes oder das Funkeln mit Raureif überzogener Zweige und Blätter kaum zu überbieten. Viele andere Schönheiten möchten aber auch noch von uns entdeckt werden. Moose und Flechten fallen jetzt erst richtig auf und die reine, frische Luft lädt zum durchatmen ein.
Spinnweben-Girlanden
Wie als wäre der Wald zu dieser Jahreszeit festlich geschmückt, umspannen die dünnen, bereiften Spinnweben Äste & Totholz.
Sichtbarwerdende Netze
Auch die feinsten Linien von Spinnennetzen überziehen sich nun mit Raureif und präsentieren uns das einzigartige und bemerkenswerte Kunstwerk der kleinen Krabbeltiere.
Magisches Haareis
Dieses sensationelle Phänomen kann nur zu ganz bestimmten Bedingungen beobachtet werden. Es ist ein wahres Wunder der Natur. Nur in Kombination der richtigen Luftfeuchtigkeit, Temperatur und durch Vorhandensein eines bestimmten Pilzes an Totholz entsteht das auch "Eiswolle" genannte Kunstwerk.
Auf den ersten Blick könnte man es für ein herumliegendes Taschentuch halten, daher lohnt es sich, zweimal hinzuschauen.
Eiskristalle
Bei starkem Frost schnappen sich feine Eiskristalle alles, was ihnen begegnet und verwandeln es in faszinierend schöne Hingucker, wie hier bei am Boden liegenden Fichtenzweigen.
Eiszapfen-Moose
Weitere eindrucksvolle gefrorene Gebilde liefern die Eiszapfen. Die Tropfen, die am Moos herunterlaufen, gefrieren. Sie umschließen die einzelnen Moosspitzen wie Fossilien.
In der Magie des Winterwaldes spürt man, wie die Natur neue Kräfte sammelt.
Andere Schönheiten des Winterwaldes fallen jetzt erst auf, wo alles andere Grün verschwunden ist und kein Schnee sie bedeckt.
Moose & Flechten lieben die Feuchtigkeit und haben kein Problem mit anhaltender Kälte. Die verschiedensten Arten versüßen uns mit ihren unterschiedlichen Grüntönen, Formen und Wuchsorten nun die "graue" Jahreszeit und dürfen ungestört von jeglichen Blühpflanzen unsere volle Aufmerksamkeit genießen.
Noch immer kann man auf den ein oder anderen Pilz treffen, denn auch jenseits der offiziellen Pilzsaison, kommen ihre Fruchtkörper aus der Erde und trotzen auch kälteren Temperaturen.
Auch immergrüne, im Wald wachsende Bäume und Heilpflanzen wie die Stechpalme und die Wald-Heidelbeeren durchbrechen das winterliche Grau.
Zu dieser Jahreszeit ist die "goldene" oder "magische Stunde" im Wald ein zauberhafter Moment, den man so lange wie möglich festhalten möchte. Die warme Wintersonne leuchtet tief zwischen den Bäumen hindurch, manchmal bis auf den saftig grünen Moosboden.
Hier heißt es wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Im Februar, wenn hierzulande der Schnee nicht mehr liegt, und bevor die ganzen Frühjahrsblüher ihnen die Schau stehlen, haben Moose und Flechten unserer Miniwelt ihren ganz großen Auftritt.
Dank vieler feucht-kalter Tage leben sie jetzt förmlich auf und heben sich in saftig grünen oder blau-grünen Farben von ihrer Umgebung ab.
Hier, an einem Hang des Wollenbergs im Lahntal, wo mehrere kleine Bäche entspringen und langsam den Berg hinabplätschern finden wir auf Felsen & morschen Baumstämmen viele verschiedene Arten,
wo ein näherer Blick sehr lohnenswert ist.
Dieser Ort war so inspirierend, dass er einen Platz in meinem Kalender bekam.
Mit den passenden Temperaturen und einem leicht unruhigen Wasserspiegel kann man im Winter Eisglöckchen an der Lahn beobachten. Das Wasser gefriert dabei nach und nach an allem, was es berührt,
während es aber in Bewegung bleibt. Dabei entstehen interessante Formen.
Schöne Orte hierfür ist das junge Flussbett der Lahn nahe der Lahnbrücke bei Biedenkopf-Wallau.
die ersten Haselkätzchen kündigen uns bereits den Frühling an. Wie hier am Behring-Mausoleum.